Katzenfutter: Der ultimative Ratgeber für artgerechte Katzenernährung
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Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung und Ausblick
- Grundlagen – Was Katzen wirklich brauchen
- Futterarten für Katzen im Vergleich
- Lebensphasen und besondere Bedürfnisse
- Qualitätsbeurteilung und Kaufentscheidung
- Häufig gestellte Fragen zu Katzenfutter
- Fazit: Die richtige Wahl für Ihre Katze
- Quellen und weiterführende Informationen
Zusammenfassung und Ausblick
Die Wahl des richtigen Katzenfutters entscheidet maßgeblich über Gesundheit, Vitalität und Lebensqualität Ihrer Katze. Der Markt bietet eine überwältigende Vielfalt: Nassfutter, Trockenfutter, getreidefreie Varianten, Monoprotein-Produkte, Spezialfutter für Kitten, Senior-Katzen oder sensible Tiere. Doch welches Futter ist wirklich gut? Dieser umfassende Ratgeber gibt Ihnen fundierte Orientierung – von der Zusammensetzung über Qualitätsmerkmale bis zur praktischen Fütterung. Sie erfahren, worauf es bei den Zutaten ankommt, wie Sie hochwertiges von minderwertigem Futter unterscheiden und wie Sie die Ernährung optimal auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Katze abstimmen.
Grundlagen – Was Katzen wirklich brauchen
Die Katze als obligater Fleischfresser
Katzen sind obligate Karnivoren – im Gegensatz zu Hunden, die als Allesfresser auch pflanzliche Kost verwerten können. Die Anatomie und Physiologie der Katze ist vollständig auf Fleisch ausgerichtet: kurzer Darm, spezialisierte Verdauungsenzyme, fehlende Geschmacksrezeptoren für Süßes. In der Natur ernährt sich die Katze von kleinen Beutetieren wie Mäusen, Vögeln oder Insekten – und nimmt dabei neben Muskelfleisch auch Innereien, Knochen, Fell und den Mageninhalt des Beutetiers auf.
Diese evolutionäre Prägung bestimmt, was gutes Katzenfutter ausmacht: hoher Fleischanteil, ausreichend tierisches Protein, essenzielle Aminosäuren wie Taurin, Vitamine aus tierischen Quellen und minimaler Kohlenhydratanteil.
Nährstoffbedarf einer Katze im Detail
Protein: Katzen benötigen etwa 30-40% Rohprotein in der Trockenmasse – deutlich mehr als Hunde. Entscheidend ist die biologische Wertigkeit: Tierisches Protein aus Huhn, Rind, Lachs, Pute, Ente oder Kaninchen enthält alle essenziellen Aminosäuren in optimaler Zusammensetzung.
Fett: Mit 15-25% liefert Fett konzentrierte Energie und essenzielle Fettsäuren (Omega-3, Omega-6). Zu wenig Fett führt zu Mangelerscheinungen, zu viel zu Übergewicht.
Kohlenhydrate: Katzen haben keinen ernährungsphysiologischen Bedarf an Kohlenhydraten. Getreide, Reis oder Kartoffeln dienen in Fertigfutter vor allem als Bindemittel und kostengünstige Energiequelle. Hochwertige Produkte kommen mit unter 10% Kohlenhydraten aus.
Taurin: Diese Aminosäure ist für Katzen essenziell und muss über die Nahrung zugeführt werden (siehe auch unseren Spezialartikel zu Taurin).
Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin A (nur aus tierischen Quellen verwertbar), B-Vitamine, Calcium, Phosphor, Magnesium müssen in ausgewogener Balance vorliegen.
Wasser: Katzen haben einen geringen Durstreflex. Nassfutter mit 70-85% Feuchtigkeit entspricht ihrer natürlichen Ernährung und beugt Nierenproblemen vor.
Alleinfuttermittel vs. Ergänzungsfuttermittel
Diese Unterscheidung ist rechtlich festgelegt und kaufentscheidend:
Alleinfuttermittel decken alle Nährstoffe vollständig ab. Eine ausschließliche Fütterung ist ohne Mangelerscheinungen möglich. Hochwertige Marken wie Animonda, Josera, Leonardo, MjAMjAM, Wildes Land oder Vet-Concept bieten Alleinfutter in verschiedenen Varianten.
Ergänzungsfuttermittel sind nicht vollständig. Sie müssen mit anderen Komponenten kombiniert werden. Viele Leckerlis, Snacks und spezielle Filets gehören in diese Kategorie.
Wichtig: Schauen Sie auf die Verpackung – dort muss die Kategorie deklariert sein. Wer ausschließlich Ergänzungsfutter füttert, riskiert Mangelernährung.
Futterarten für Katzen im Vergleich
Nassfutter für Katzen: Vorteile und Auswahl
Nassfutter gilt unter Tierärzten und Ernährungsexperten als die artgerechteste Fütterungsform für Katzen. Der hohe Wassergehalt von 70-85% entspricht der natürlichen Beutetierzusammensetzung und unterstützt die Nierengesundheit.
Vorteile von Nassfutter für Katzen:
- Hoher Feuchtigkeitsgehalt beugt Harnsteinen und Nierenerkrankungen vor
- Meist höherer Fleischanteil als bei Trockenfutter
- Bessere Akzeptanz durch intensiven Geruch und Geschmack
- Geringere Kaloriendichte – ideal für Katzen mit Übergewicht
- Oft weniger oder keine Getreide und Füllstoffe
Qualitätsmerkmale bei Nassfutter für Katzen:
- Fleischanteil: mindestens 60%, besser 80-95%
- Deklaration: „Huhn 65%“ bedeutet reines Muskelfleisch; „mit Huhn“ kann nur 4% enthalten
- Keine künstlichen Konservierungsstoffe, Farb- oder Aromastoffe
- Kein Zucker oder Karamell (dient nur der optischen Aufwertung)
- Getreidefreie oder getreidearme Rezepturen
- Sichtbare Fleischstücke in Gelee, Sauce oder eigenem Saft
Konsistenzen und Varianten:
- Pâté/Mousse: Feine, cremige Konsistenz; gut für wählerische oder zahnlose Katzen
- Stückchen in Gelee: Klassische Form mit erkennbaren Fleischbrocken
- Stückchen in Sauce: Ähnlich, aber flüssiger; oft höhere Akzeptanz
- Filets: Ganze Fleischstücke, meist als Ergänzungsfutter
Empfehlenswerte Nassfutter-Marken:
- Animonda Carny, vom Feinsten
- MjAMjAM (besonders hoher Fleischanteil)
- Leonardo Finest Selection
- Catz Finefood
- Wildes Land (getreidefrei, regional)
- MAC’s (Monoprotein-Optionen)
- Granatapet DeliCatessen
Trockenfutter: Wann ist es sinnvoll?
Trockenfutter ist praktisch, lange haltbar und günstig. Für viele Halter ist es die bevorzugte Wahl – doch aus ernährungsphysiologischer Sicht gibt es Einschränkungen.
Vorteile von Trockenfutter:
- Lange Haltbarkeit auch nach dem Öffnen
- Einfache Dosierung und Lagerung
- Mechanische Zahnreinigung (umstritten)
- Kostengünstiger als Nassfutter
- Ideal als Training-Belohnung oder für Fummelbretter
Nachteile und Risiken:
- Sehr geringer Wassergehalt (8-12%) belastet Nieren
- Oft hoher Getreideanteil (30-50%)
- Starke Verarbeitung zerstört Nährstoffe
- Konservierungsstoffe und Antioxidantien notwendig
- Höhere Kaloriendichte fördert Übergewicht
Wenn Trockenfutter, dann richtig:
- Hoher Fleischanteil (mindestens 70%)
- Getreidefrei oder mit nur geringen Mengen Reis
- Ohne Zucker, Karamell, künstliche Zusätze
- Immer kombiniert mit ausreichend Trinkwasser
- Besser als Ergänzung zu Nassfutter, nicht ausschließlich
Hochwertige Trockenfutter-Marken:
- Josera (deutsche Herstellung, breites Sortiment)
- Purina ONE (für verschiedene Bedürfnisse)
- Orijen / Acana (sehr hoher Fleischanteil, Kanada)
- Applaws (getreidefreie Rezepturen)
- Sanabelle (auch für sensible Katzen)
Getreidefrei: Mode oder sinnvoll?
Getreidefreies Katzenfutter liegt im Trend – aber ist es auch besser?
Argumente für getreidefrei:
- Katzen sind Fleischfresser, Getreide gehört nicht zur natürlichen Ernährung
- Geringere Kohlenhydratbelastung
- Weniger Allergien und Unverträglichkeiten (obwohl Getreideallergien bei Katzen selten sind)
- Bessere Blutzuckerkontrolle bei Diabetes
Kritische Betrachtung:
- Nicht jedes getreidefreie Futter ist automatisch hochwertig
- Oft wird Getreide durch Kartoffeln oder Erbsen ersetzt – ebenfalls Kohlenhydrate
- Entscheidend ist der Gesamtfleischanteil, nicht nur die Getreidefreiheit
- Viele Katzen vertragen kleine Mengen Reis oder Hafer problemlos
Fazit: Getreidefrei kann sinnvoll sein, wenn das Futter insgesamt hochwertig ist. Wichtiger als das Marketing-Label ist die tatsächliche Zusammensetzung.
Monoprotein-Futter bei Unverträglichkeiten
Monoprotein bedeutet, dass nur eine einzige tierische Proteinquelle verwendet wird – zum Beispiel ausschließlich Huhn oder nur Lachs.
Wann ist Monoprotein sinnvoll?
- Bei diagnostizierten Futtermittelallergien
- Zur Ausschlussdiät bei Verdacht auf Unverträglichkeiten
- Bei sensibler Verdauung
- Für Katzen mit chronischen Magen-Darm-Problemen
Gängige Monoprotein-Sorten:
- Huhn (meist gut verträglich)
- Pute (hypoallergen)
- Lachs oder Forelle (Omega-3-reich)
- Ente oder Gans (seltenere Proteinquelle)
- Pferd oder Känguru (exotische Proteine bei Allergien)
- Insektenprotein (neueste Alternative)
Empfehlenswerte Monoprotein-Linien:
- Animonda Integra Sensitive
- Terra Canis / Terra Faelis
- Catz Finefood Purrrr
- GranataPet SingleProtein
Lebensphasen und besondere Bedürfnisse
Kitten-Futter: Optimale Entwicklung von Anfang an
Kitten haben einen deutlich erhöhten Nährstoffbedarf. In den ersten 12 Monaten wachsen sie rasant – entsprechend muss das Futter energiereich und nährstoffdicht sein.
Besondere Anforderungen an Kitten-Futter:
- Höherer Proteingehalt (mindestens 35-40%)
- Mehr Fett für Energieversorgung
- Erhöhte Taurin-Dosis (wichtig für Augen- und Gehirnentwicklung)
- Calcium und Phosphor für Knochenwachstum
- Kleine Portionsgrößen, da Kitten häufiger fressen
- Weiche Konsistenz für junge Zähne
Fütterungsempfehlung:
- Bis 4 Monate: 4-6 kleine Mahlzeiten täglich
- 4-6 Monate: 3-4 Mahlzeiten
- Ab 6 Monaten: 2-3 Mahlzeiten
- Stets frisches Wasser bereitstellen
- Langsamer Übergang von Muttermilchersatz zu festem Futter
Empfehlenswerte Kitten-Futtermarken:
- Animonda vom Feinsten Kitten
- Josera Minette (Trockenfutter)
- MjAMjAM Kitten-Linie
- Royal Canin Kitten (veterinärmedizinisch entwickelt)
- Leonardo Kitten
Adult-Futter: Die Hauptlebensphase
Ab dem ersten Lebensjahr benötigen Katzen Adult-Futter, das auf den Erhaltungsbedarf ausgerichtet ist.
Was zeichnet gutes Adult-Futter aus?
- Ausgewogenes Protein-Fett-Verhältnis
- Angepasste Energiedichte je nach Aktivitätslevel
- Alle essenziellen Nährstoffe in bedarfsdeckender Menge
- Geschmacksvielfalt zur Abwechslung
Besondere Varianten:
- Indoor-Futter: Reduzierte Kaloriendichte für Wohnungskatzen
- Active-Futter: Höherer Energiegehalt für Freigänger
- Sterilised/Kastriert: Angepasst an den veränderten Stoffwechsel nach Kastration
- Hairball-Control: Unterstützt den Abtransport verschluckter Haare
Senior-Futter: Angepasste Ernährung für ältere Katzen
Ab etwa 7-10 Jahren gelten Katzen als Senioren. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, die Nährstoffverwertung wird schlechter, oft treten altersbedingte Erkrankungen auf.
Merkmale von Senior-Futter:
- Leicht verdauliche Proteine in hoher Qualität
- Reduzierter Phosphorgehalt zur Nierenschonung
- Mehr Vitamine und Antioxidantien für das Immunsystem
- Geringere Energiedichte bei gleichzeitigem Nährstoffreichtum
- Weiche Konsistenz bei Zahnproblemen
Gesundheitsprobleme im Alter:
- Nierenerkrankungen: Spezialfutter mit reduziertem Phosphor (z.B. Renal-Diäten)
- Diabetes: Kohlenhydratarmes, proteinreiches Futter
- Übergewicht: Kalorienreduzierte Varianten mit hohem Sättigungseffekt
- Zahnverlust: Pâté oder aufgeweichtes Futter
- Verdauungsprobleme: Hochverdauliche, sensitive Rezepturen
Empfehlenswerte Senior-Futtermarken:
- Animonda Carny Senior
- Josera Senior
- Purina Pro Plan 7+
- Vet-Concept Cat Senior
- Leonardo Senior
Spezialfutter bei Erkrankungen
Bei bestimmten Krankheiten ist tierärztliches Diätfutter unverzichtbar:
Nierenerkrankungen (Renal): Reduzierter Protein- und Phosphorgehalt, angereichert mit Omega-3-Fettsäuren. Marken: Royal Canin Renal, Specific FKD, Hills k/d.
Harnsteine (Urinary): Kontrollierter Mineralstoffgehalt zur Verhinderung von Struvit- oder Calciumoxalatsteinen. Marken: Royal Canin Urinary S/O, Purina UR.
Magen-Darm-Probleme (Gastro): Hochverdaulich, oft hydrolysiertes Protein. Marken: Animonda Integra Gastro, Hills i/d.
Übergewicht (Weight Control): Reduzierte Kalorien bei hohem Sättigungseffekt. Marken: Royal Canin Weight Control, Perfect Fit Sterile.
Wichtig: Diätfutter sollte nur nach tierärztlicher Diagnose und Empfehlung gefüttert werden.
Qualitätsbeurteilung und Kaufentscheidung
Deklaration richtig lesen
Die Zutatenliste gibt Aufschluss über Qualität – wenn man sie zu interpretieren weiß.
Reihenfolge: Zutaten sind absteigend nach Gewichtsanteil gelistet. „Huhn, Rind, Reis“ bedeutet: Huhn ist Hauptbestandteil.
Prozentangaben und Formulierungen:
- „Huhn 65%“: Mindestens 65% reines Hühnerfleisch
- „mit Huhn“: Nur 4% Huhn erforderlich
- „Huhn-Geschmack“: Kein Huhn enthalten, nur Aroma
- „Tierische Nebenerzeugnisse“: Kann hochwertig (Herz, Leber) oder minderwertig (Federn, Schnäbel) sein
Analytische Bestandteile:
- Rohprotein: Sollte bei Nassfutter mindestens 8-12% betragen (entspricht 30-40% in Trockenmasse)
- Rohfett: 4-8% bei Nassfutter optimal
- Rohasche: Mineralstoffgehalt; unter 3% ist gut
- Rohfaser: Ballaststoffe; 0,5-2% sind normal
Versteckte Kohlenhydrate: Oft nicht deklariert. Faustformel: 100% minus (Protein + Fett + Asche + Faser + Feuchtigkeit) = Kohlenhydrate.
Was sollte nicht im Katzenfutter sein?
Zucker und Karamell: Dienen nur der optischen Aufwertung (braune Sauce), haben keinen Nährwert und können Diabetes begünstigen.
Künstliche Konservierungsstoffe: BHA, BHT, Ethoxyquin sind bedenklich. Natürliche Antioxidantien (Vitamin E, Rosmarin) sind besser.
Künstliche Farbstoffe: Katzen sehen Farben anders als Menschen – Farbstoffe dienen nur dem Marketing.
Zu viel Getreide: Mais, Weizen als Hauptzutat deutet auf Füllstoff hin.
Lock- und Geschmacksstoffe: Hochwertige Zutaten brauchen keine künstlichen Geschmacksverstärker.
Preis und Qualität: Was kostet gutes Katzenfutter?
Gutes Katzenfutter muss nicht teuer sein – aber Billigfutter ist selten hochwertig.
Preisspannen (ca.-Angaben pro Tag bei 5kg-Katze):
- Discount-Marken (Whiskas, Sheba, Felix): 0,50-1,00 Euro
- Mittelklasse (Animonda, Leonardo, Purina ONE): 1,50-2,50 Euro
- Premium (MjAMjAM, Wildes Land, Vet-Concept): 2,50-4,00 Euro
- Super-Premium / BARF: 4,00-6,00 Euro
Qualität erkennen:
- Transparente Herkunftsangaben
- Hoher deklarierter Fleischanteil
- Deutsche oder europäische Produktion
- Klare Zutatenliste ohne Verschleierung
- Unabhängige Testsiegel (Stiftung Warentest, ÖKO-TEST)
Wo Katzenfutter kaufen?
Zoofachhandel (Fressnapf, Futterhaus, Zoo&Co): Große Auswahl, Beratung, Markenvielfalt.
Online-Shops (Zooplus, Zooroyal): Günstigere Preise, Bequemlichkeit, oft Abo-Rabatte.
Discounter (Aldi, Lidl): Eigenmarken mit teils gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, aber begrenzte Auswahl.
Supermarkt (Rewe, Edeka): Bekannte Marken, oft teurer als Fachhandel.
Direktvertrieb (Hersteller-Websites): Frische Ware, manchmal exklusive Produkte.
Tipp: Größere Gebinde sind günstiger, aber nur bei guter Lagerfähigkeit sinnvoll. Nassfutter nach Anbruch innerhalb von 2-3 Tagen verbrauchen.
Futterwechsel richtig durchführen
Ein abrupter Futterwechsel kann zu Durchfall, Erbrechen oder Futterverweigerung führen.
Richtige Vorgehensweise:
- Tag 1-3: 75% altes Futter + 25% neues Futter
- Tag 4-6: 50% altes Futter + 50% neues Futter
- Tag 7-9: 25% altes Futter + 75% neues Futter
- Ab Tag 10: 100% neues Futter
Bei sensiblen Katzen die Umstellung über 2-3 Wochen strecken.
Lagerung und Haltbarkeit von Katzenfutter
Trockenfutter: Nach Öffnung in luftdichtem Behälter lagern, dunkel und trocken. Haltbarkeit: 4-6 Wochen.
Nassfutter (Dose): Angebrochene Dosen abgedeckt im Kühlschrank lagern, innerhalb von 2-3 Tagen verbrauchen. Vor dem Füttern auf Zimmertemperatur bringen.
Frischebeutel: Nach Öffnung sofort verfüttern, nicht aufbewahren.
Haltbarkeitsangaben beachten: MHD ist kein Verfallsdatum, aber Qualitätsverlust möglich.
Häufig gestellte Fragen zu Katzenfutter
Wie viel Futter braucht eine Katze pro Tag? Eine durchschnittliche Hauskatze (4-5 kg) benötigt etwa 200-300g Nassfutter oder 40-60g Trockenfutter täglich. Die genaue Menge hängt von Alter, Aktivität und Stoffwechsel ab. Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung sind Richtwerte – beobachten Sie das Gewicht Ihrer Katze.
Darf ich Nassfutter und Trockenfutter mischen? Ja, eine Kombination ist möglich und oft sinnvoll. Zum Beispiel morgens Nassfutter, abends eine kleine Portion Trockenfutter. Achten Sie auf die Gesamtkalorienmenge, um Übergewicht zu vermeiden.
Warum frisst meine Katze ihr Futter nicht mehr? Gründe können sein: Geschmacksänderung des Herstellers, verdorbenes Futter, gesundheitliche Probleme (Zahnschmerzen, Übelkeit), Stress, zu eintönige Fütterung. Probieren Sie andere Sorten oder konsultieren Sie bei anhaltender Verweigerung den Tierarzt.
Ist BARF besser als Fertigfutter? BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) kann bei richtiger Durchführung sehr artgerecht sein. Es erfordert aber Fachwissen, sorgfältige Planung und Supplementierung. Hochwertiges Fertigfutter ist für die meisten Halter die praktischere und sicherere Wahl.
Kann ich meiner Katze auch selbst kochen? Ja, aber nur mit präzisen Rezepten eines Tiernährungsberaters oder Tierarztes. Selbst gekochtes Futter muss ergänzt werden (Taurin, Vitamine, Mineralstoffe), sonst drohen Mangelerscheinungen.
Wie oft sollte ich die Futtersorte wechseln? Abwechslung ist gut und beugt einseitiger Ernährung vor. Wechseln Sie zwischen verschiedenen Proteinsorten (Huhn, Rind, Fisch, Pute), aber bleiben Sie bei hochwertigen Produkten. Zu häufiges Wechseln kann bei sensiblen Katzen zu Verdauungsproblemen führen.
Sind Leckerlis und Snacks notwendig? Nein, Leckerlis sind nicht notwendig, aber eine schöne Ergänzung für Training, Bindung oder Beschäftigung. Achten Sie darauf, dass Snacks maximal 10% der Tageskalorienmenge ausmachen. Gefriergetrocknetes Fleisch oder spezielle Katzen-Snacks ohne Zucker sind gute Optionen.
Fazit: Die richtige Wahl für Ihre Katze
Es gibt nicht das eine perfekte Katzenfutter – aber es gibt viele gute Optionen. Entscheidend sind hoher Fleischanteil, ausgewogene Nährstoffe, minimale Zusatzstoffe und eine Zusammensetzung, die den individuellen Bedürfnissen Ihrer Katze entspricht. Beobachten Sie Ihre Katze: Glänzendes Fell, gute Verdauung, stabile Fitness und Lebensfreude sind die besten Indikatoren für passendes Futter. Lassen Sie sich nicht von Marketing-Versprechen blenden, sondern schauen Sie auf die tatsächliche Zusammensetzung. Und: Auch die beste Futterqualität nützt nichts, wenn Ihre Katze es nicht frisst – Akzeptanz ist genauso wichtig wie Qualität.
Quellen und weiterführende Informationen
- Animonda: www.animonda.de/katzen/katzenfutter
- Josera: www.josera.de/katzenfutter.html
- Zooroyal Ratgeber: www.zooroyal.de/katze/katzenfutter
- Wildes Land: www.wildes-land.de/katze.html
- Purina Deutschland: www.purina.de/katze/katzenfutter
- Pets Premium: www.petspremium.de/katzenfutter.html
- Vet-Concept: www.vet-concept.com/c/fuer-die-katze
- Stiftung Warentest: Regelmäßige Katzenfutter-Tests
- Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt): Ernährungsempfehlungen
- Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT): Merkblätter Katzenernährung
