Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung & Ausblick
- Unser Ansatz (Kurz-Check)
- Steckbrief: Britisch Langhaar auf einen Blick
- Die Geschichte: Vom „Fehler“ zur anerkannten Rasse
- Aussehen: Der Teddybär unter den Katzen
- Farbvielfalt: Ein Regenbogen auf vier Pfoten
- Charakter: Die entspannte Mitbewohnerin
- Haltung: Was die Britisch Langhaar braucht
- Fellpflege: Aufwand hält sich in Grenzen
- Gesundheit: Typische Krankheiten und Vorsorge
- Ernährung: Was frisst eine Britisch Langhaar?
- Kaufberatung: So findest du deine Britisch Langhaar
- Zucht: Das sollten angehende Züchter wissen
- FAQ: Die wichtigsten Fragen zur Britisch Langhaar
- Britisch Langhaar vs. andere Rassen: Der Vergleich
- Britisch Langhaar im Alltag: Erfahrungsberichte
- Besondere Themen rund um die BLH
- Zuchtverbände und Registrierung
- Quellen & weiterführende Informationen
- Unser Fazit
Zusammenfassung & Ausblick
Die Britisch Langhaar (BLH) ist die langhaarige Variante der beliebten Britisch Kurzhaar – und doch viel mehr als nur „BKH mit längerem Fell“. Diese Rasse vereint das gemütliche, ausgeglichene Wesen ihrer kurzhaarigen Verwandten mit einem prächtigen, plüschigen Fellkleid, das an einen lebenden Teddybär erinnert. Ursprünglich als „Nebenprodukt“ in der BKH-Zucht entstanden, hat sich die Britisch Langhaar mittlerweile als eigenständige Rasse etabliert und erfreut sich wachsender Beliebtheit.
Ausblick: Die Nachfrage nach Britisch Langhaar steigt stetig. Allerdings wächst auch die Diskussion um Qualzucht-Merkmale, insbesondere bei extrem kurzen Nasen und zu runden Köpfen. Seriöse Züchter setzen zunehmend auf moderate Typen mit besserer Gesundheit – ein Trend, der der Rasse langfristig zugutekommt.
Unser Ansatz (Kurz-Check)
- Rasseporträt aus der Praxis: Wie ist die BLH wirklich? Jenseits von Hochglanz-Beschreibungen
- Gesundheit im Fokus: Welche Krankheiten sind typisch, was können Halter präventiv tun?
- Alltagstauglichkeit: Fellpflege, Einzelhaltung, Wohnungshaltung – konkrete Antworten
- Kaufberatung: Züchter finden, Preise einschätzen, Warnsignale erkennen
- Farbvielfalt erklärt: Von Blue über Golden Shaded bis Colorpoint – verständlich aufbereitet
Steckbrief: Britisch Langhaar auf einen Blick
Herkunft: Großbritannien
Größe: Mittelgroß bis groß
Gewicht: Katze 4-6 kg, Kater 6-8 kg (teilweise bis 9 kg)
Felltyp: Halblang, dicht, plüschig mit dichter Unterwolle
Fellfarben: Über 300 Farbvarianten – von klassischem Blau über Cream bis zu Point- und Tabby-Mustern
Charakter: Ruhig, ausgeglichen, selbstständig, loyal
Lebenserwartung: 12-16 Jahre
Besonderheiten: „Teddybär-Optik“, späte Reife (3-5 Jahre), moderate Fellpflege
Preis: 800-1.500 Euro (Zuchttier), 400-800 Euro (Mix/Liebhabertier)
Die Geschichte: Vom „Fehler“ zur anerkannten Rasse
Entstehung durch Zufall
Die Britisch Langhaar entstand nicht als geplante Zucht, sondern als Nebeneffekt. In den 1870er Jahren kreuzten Züchter Perserkatzen in die Britisch Kurzhaar ein, um nach den Weltkriegen den Genpool zu erweitern und die Fellqualität zu verbessern. Das Langhaar-Gen (rezessiv) blieb dabei im Erbgut erhalten.
Wenn zwei Britisch Kurzhaar-Katzen beide das rezessive Langhaar-Gen tragen, fallen statistisch 25% langhaarige Kitten. Diese wurden lange als „Fehlfarbe“ betrachtet und konnten nicht ausgestellt werden.
Anerkennung als Rasse
Erst ab den 1980er Jahren begannen einzelne Züchter, die langhaarigen Varianten gezielt weiterzuzüchten. Je nach Verband wird die Rasse unterschiedlich bezeichnet:
- FIFé (Fédération Internationale Féline): Britisch Langhaar, seit 2009 offiziell anerkannt
- TICA (The International Cat Association): British Longhair
- WCF (World Cat Federation): Highlander (ältere Bezeichnung)
In Deutschland hat sich „Britisch Langhaar“ als gängige Bezeichnung etabliert.
Aussehen: Der Teddybär unter den Katzen
Körperbau: Kompakt und kraftvoll
Die Britisch Langhaar ist eine mittelgroße bis große Katze mit einem kompakten, muskulösen Körper. Der Gesamteindruck: kraftvoll, aber nicht plump.
Typische Merkmale:
- Breite Brust, kräftiger Rücken
- Kurze bis mittellange, stämmige Beine
- Runde Pfoten („Bärenpfoten“)
- Mittellanger, dicker Schwanz mit abgerundeter Spitze
- Kater deutlich massiger als Katzen
Der Kopf: Rund, aber nicht extrem
Ein guter BLH-Kopf ist rund, aber nicht kugelförmig. Die Schnauze sollte breit und gut ausgeprägt sein – nicht zu flach.
Gesichtszüge:
- Kurze, breite Nase mit leichtem Stop (keine Stupsnase!)
- Volle Wangen, besonders ausgeprägt bei Katern („Backenbart“)
- Große, runde Augen mit weitem Abstand
- Augenfarbe abhängig von der Fellfarbe (Kupfer, Gold, Grün, Blau bei Points)
- Mittelgroße Ohren mit abgerundeten Spitzen, weit auseinanderstehend
Wichtig: Extreme Rundköpfe mit sehr kurzen Nasen können zu Atemproblemen führen (brachyzephales Syndrom). Seriöse Züchter achten auf moderate Typen.
Das Fell: Plüsch pur
Das Markenzeichen der Britisch Langhaar ist ihr halblanges, extrem dichtes Fell. Es fühlt sich an wie Plüsch – dicht, griffig, mit viel Unterwolle.
Fellstruktur:
- Halblang (nicht so lang wie Perser)
- Dichte, weiche Unterwolle
- Längere „Hosen“ an den Hinterbeinen
- Voller „Kragen“ um den Hals
- Buschiger Schwanz
- Im Sommer etwas kürzer, im Winter besonders üppig
Das Fell liegt nicht an, sondern steht vom Körper ab – das gibt der Katze ihr charakteristisches „Teddybär“-Aussehen.
Farbvielfalt: Ein Regenbogen auf vier Pfoten
Die Britisch Langhaar gibt es in über 300 Farbvarianten. Hier die wichtigsten:
Die Klassiker
Blue (Blaugrau): Die bekannteste Farbe, einheitlich blaugrau ohne Musterung. Augenfarbe: Kupfer oder Orange.
Black (Schwarz): Tiefschwarzes Fell bis in die Wurzeln, keine braunen oder rötlichen Töne.
White (Weiß): Reinweiß ohne Gelbstich. Augenfarbe: Blau, Kupfer oder odd-eyed (ein blaues, ein kupferfarbenes Auge).
Cream (Creme): Pastellfarbener Cremeton, gleichmäßig über den ganzen Körper.
Red (Rot): Warmes, sattes Rot ohne Tabby-Muster (sehr selten ganz ohne).
Zweifarbig (Bi-Color)
Kombination aus Weiß und einer anderen Farbe (z.B. Blau-Weiß, Schwarz-Weiß). Die Verteilung sollte ausgewogen sein.
Tabby (Getigert, gestromt, getupft)
Classic Tabby: Marmorierte Musterung mit „Schmetterling“ auf den Schultern
Mackerel Tabby: Schmale Streifen senkrecht am Körper
Spotted Tabby: Tupfen statt Streifen
Beliebt: Silver Tabby (silberne Grundfarbe mit dunkler Zeichnung).
Shaded & Shell (Chinchilla)
Golden Shaded: Goldene Unterfarbe mit dunklen Haarspitzen (Tipping)
Silver Shaded: Silberweiße Unterfarbe mit dunklen Spitzen
Golden Shell (Chinchilla): Wie Shaded, aber nur die äußersten Haarspitzen gefärbt
Diese Varianten wirken schimmernd und edel, sind aber züchterisch anspruchsvoll.
Colorpoint
Helle Körperfarbe mit dunkleren „Points“ an Gesicht, Ohren, Pfoten und Schwanz (wie bei Siamkatzen). Die Augen sind immer blau.
Beliebte Point-Farben:
- Blue Point
- Seal Point
- Lilac Point
- Chocolate Point
Seltene Farben
Lilac: Sehr heller, taubengrauer Ton mit rosa Schimmer
Chocolate: Warmes Schokoladenbraun
Cinnamon: Zimtfarben, heller als Chocolate
Fawn: Warmes Beige, verdünnte Form von Cinnamon
Charakter: Die entspannte Mitbewohnerin
Das typische BLH-Wesen
Die Britisch Langhaar gilt als ausgeglichen, ruhig und selbstständig. Sie ist keine Schoßkatze im klassischen Sinne, sondern eine „Begleitkatze“ – gerne in der Nähe, aber nicht aufdringlich.
Typische Eigenschaften:
Gelassen: Nichts bringt eine BLH so schnell aus der Ruhe. Stressresistent im Alltag.
Intelligent: Sie beobachtet genau und lernt schnell – öffnet Türen, merkt sich Routinen.
Loyal: Baut eine enge Bindung zur Bezugsperson auf, ohne anhänglich zu sein.
Leise: Britisch Langhaar miauen selten und wenn, dann leise und melodisch.
Verspielt, aber dosiert: Kitten und Jungkatzen spielen viel, erwachsene BLH sind eher gemütlich.
Geduldig: Gut geeignet für Familien mit Kindern (wenn die Kinder respektvoll sind).
Was die BLH nicht ist
Keine Schmusekatze: Sie lässt sich nicht gerne hochheben oder festhalten. Streicheln gerne, aber bitte auf Augenhöhe.
Keine Dauerunterhalterin: Sie fordert nicht ständig Aufmerksamkeit ein.
Keine Sportlerin: Klettern und Jagen liegen ihr nicht besonders – sie ist eher die „Couch-Potato“ unter den Katzen.
Unterschiede zwischen Katern und Katzen
Kater: Oft noch gemütlicher, werden sehr groß und schwer, ausgeprägte „Backen“, weniger territorial als andere Rassen.
Katzen: Etwas aktiver, zierlicher, oft etwas wählerischer bei Streicheleinheiten.
Haltung: Was die Britisch Langhaar braucht
Wohnungshaltung: Ideal geeignet
Die BLH ist eine der besten Rassen für reine Wohnungshaltung:
- Geringer Bewegungsdrang
- Nicht übermäßig kletterfreudig
- Kommt mit begrenztem Raum zurecht
- Kein ausgeprägter Jagdtrieb
Wichtig: Auch eine gemütliche Katze braucht Beschäftigung. Spielzeug, Kratzbäume und Abwechslung sind Pflicht.
Einzelhaltung oder Mehrkatzenhaltung?
Einzelhaltung: Möglich, wenn der Halter viel zuhause ist. Die BLH ist selbstständig, aber nicht gerne den ganzen Tag allein.
Zu zweit: Ideal. Zwei BLH sind oft ein Dreamteam – sie kuscheln zusammen, putzen sich gegenseitig und haben Gesellschaft.
Mit anderen Rassen: Funktioniert meist gut, wenn die andere Katze nicht zu stürmisch ist. BLH sind friedlich und harmonieren mit ruhigen Rassen.
Mit Hunden: Grundsätzlich möglich, wenn der Hund katzenfreundlich ist. Die BLH bleibt gelassen, aber lässt sich nicht jagen.
Freigänger oder Stubentiger?
Als Freigänger: Möglich, aber nicht ideal. Die BLH ist wenig wehrhaft, vertrauensselig und ihr langes Fell verfilzt schnell im Freien.
Gesicherter Freigang: Perfekt! Ein katzensicherer Balkon oder Garten bietet Abwechslung ohne Risiko.
Was braucht eine BLH zur Ausstattung?
Kratzbäume: Mindestens einer, aber nicht zu hoch (sie sind keine Kletterkünstler)
Katzenklo: Mindestens ein Klo mehr als Katzen im Haushalt (also 2 Katzen = 3 Klos)
Futter- und Wassernäpfe: Breite, flache Näpfe (keine „Whisker-Fatigue“)
Rückzugsorte: Höhlen, Körbchen, ruhige Ecken
Spielzeug: Intelligenzspielzeug, Fummelbretter, Federwedel – aber keine Hardcore-Action-Toys
Fellpflege: Aufwand hält sich in Grenzen
Wie oft muss man bürsten?
Faustregel: 2-3x pro Woche, während des Fellwechsels täglich.
Die Britisch Langhaar hat ein pflegeleichteres Fell als Perser, da es nicht so lang ist und weniger zur Verfilzung neigt. Trotzdem ist regelmäßiges Bürsten wichtig:
Warum bürsten?
- Entfernt lose Haare (sonst landen sie im Magen oder auf dem Sofa)
- Verhindert Verfilzungen, besonders unter den Achseln und am Bauch
- Fördert die Durchblutung der Haut
- Reduziert Haarballen
Die richtige Bürste
Empfehlung: Kombination aus verschiedenen Bürsten
- Unterwollkamm (Furminator o.ä.): Entfernt die Unterwolle effektiv
- Metallkamm (grobzinkig): Für das Deckhaar und zum Aufspüren von Knoten
- Naturhaarbürste: Zum Finish, verleiht Glanz
Wichtig: Bei verfilzten Stellen niemals mit Gewalt ziehen. Besser: Vorsichtig mit den Fingern lösen oder im Notfall ausschneiden.
Fellpflege während des Fellwechsels
Im Frühjahr und Herbst verlieren BLH besonders viel Unterwolle. Jetzt ist tägliches Bürsten sinnvoll. Mit der richtigen Technik dauert das nur 5-10 Minuten.
Tipp: Gewöhne Kitten früh ans Bürsten. Macht es zu einem angenehmen Ritual (z.B. mit Leckerlis).
Baden: Ja oder nein?
Normalerweise nicht nötig. Katzen reinigen sich selbst. Ausnahmen:
- Wenn die Katze sich mit etwas Ekligem beschmutzt hat
- Bei Parasiten-Befall (Flöhe)
- Vor Ausstellungen (Züchter)
Wenn baden, dann mit speziellem Katzenshampoo und nur in Ausnahmefällen.
Gesundheit: Typische Krankheiten und Vorsorge
Rassetypische Erkrankungen
Wie alle Rassekaten hat auch die Britisch Langhaar Prädispositionen für bestimmte Krankheiten. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere testen.
1. Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)
Was ist das? Erbliche Erkrankung, bei der sich Zysten in den Nieren bilden. Diese wachsen langsam und können zu Nierenversagen führen.
Symptome: Oft erst im mittleren Alter (7-10 Jahre) sichtbar – vermehrtes Trinken, Gewichtsverlust, Erbrechen.
Diagnose: Gentest oder Ultraschall.
Vorbeugung: Nur Katzen aus PKD-negativen Linien kaufen. Züchter sollten den Gentest vorweisen können.
2. Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Was ist das? Herzerkrankung, bei der sich die Herzmuskulatur verdickt.
Symptome: Atemnot, schnelle Ermüdung, Ohnmacht, plötzlicher Tod.
Diagnose: Herzultraschall (Echokardiographie).
Vorbeugung: Züchter sollten Elterntiere regelmäßig per Echo untersuchen lassen. Ein Gentest existiert für BLH noch nicht.
3. Gingivitis und Zahnprobleme
Britisch Langhaar neigen zu Zahnfleischentzündungen und Zahnstein.
Symptome: Mundgeruch, Speicheln, Fressunlust.
Vorbeugung:
- Regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt
- Trockenfutter (mechanische Reinigung)
- Zahnpflege-Snacks
- Bei Bedarf: professionelle Zahnreinigung
4. Übergewicht
Die gemütliche BLH neigt zu Übergewicht. Ein 8-kg-Kater mit nur 1 kg Übergewicht hat bereits 12,5% zu viel auf den Rippen.
Folgen: Diabetes, Gelenkprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Vorbeugung:
- Futtermenge kontrollieren (nicht ad libitum)
- Regelmäßiges Wiegen
- Spielen als Bewegungsanreiz
Impfungen und Parasiten
Grundimmunisierung (Kitten):
- Katzenschnupfen und Katzenseuche (ab 8. Woche, Wiederholung nach 4 Wochen)
- Tollwut (bei Freigängern oder Auslandsreisen)
Jährliche Auffrischung laut Tierarzt-Empfehlung.
Entwurmung: Wohnungskatzen 1-2x jährlich, Freigänger alle 3 Monate.
Floh- und Zeckenschutz: Bei Freigängern wichtig, Wohnungskatzen nach Bedarf.
Lebenserwartung
Eine gesunde Britisch Langhaar wird 12-16 Jahre alt, bei guter Pflege auch älter. Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen:
- Genetik (Zuchttiere aus gesunden Linien)
- Ernährung
- Gewichtskontrolle
- Regelmäßige Tierarztkontrollen
- Stressarme Umgebung
Ernährung: Was frisst eine Britisch Langhaar?
Grundsätzliches
Katzen sind obligate Fleischfresser. Eine BLH braucht:
- Hoher Proteinanteil (mind. 40% in der Trockensubstanz)
- Moderater Fettgehalt (15-20%)
- Niedriger Kohlenhydratanteil (unter 10%)
- Taurin, Arachidonsäure, Vitamin A (nur in tierischen Produkten)
Nassfutter vs. Trockenfutter
Nassfutter: Ideal als Hauptnahrung
- Hoher Feuchtigkeitsgehalt (wichtig für Nieren)
- Meist höherer Fleischanteil
- Besser sättigend bei weniger Kalorien
Trockenfutter: Als Ergänzung oder für Zahnpflege
- Länger haltbar
- Praktisch für Futterautomaten
- Mechanische Reinigung der Zähne
Empfehlung: 70-80% Nassfutter, 20-30% Trockenfutter.
Futtermenge
Faustregel: 3-5% des Körpergewichts pro Tag (bei erwachsenen Katzen).
Für eine 5-kg-Katze: 150-250 g Nassfutter pro Tag (aufgeteilt auf 2-3 Mahlzeiten).
Wichtig: Kalorienbedarf ist individuell. Übergewichtige Katzen bekommen weniger, aktive Katzen mehr.
Besondere Bedürfnisse
Kitten (bis 12 Monate): Spezielles Kitten-Futter mit höherem Energiegehalt. 3-4 Mahlzeiten täglich.
Erwachsene (1-7 Jahre): Hochwertiges Adult-Futter, 2 Mahlzeiten täglich.
Senioren (ab 8 Jahre): Seniorenfutter mit reduziertem Phosphorgehalt (schont Nieren), leicht verdaulich.
Kastrierte Katzen: Neigen zu Übergewicht, spezielle „Light“- oder Kastraten-Futter empfehlenswert.
Was darf eine BLH nicht fressen?
- Schokolade (giftig!)
- Zwiebeln, Knoblauch (giftig!)
- Weintrauben, Rosinen (giftig!)
- Avocado (giftig!)
- Rohes Schweinefleisch (Aujeszky-Virus)
- Milch (viele Katzen sind laktoseintolerant)
- Thunfisch in großen Mengen (Quecksilber)
Kaufberatung: So findest du deine Britisch Langhaar
Züchter vs. Tierheim vs. Kleinanzeigen
Seriöser Züchter (empfohlen)
Vorteile:
- Gesundheitstests der Elterntiere (PKD, HCM)
- Sozialisierte, entwurmte, geimpfte Kitten
- Stammbaum (wichtig für Zucht oder Ausstellungen)
- Beratung und Begleitung auch nach dem Kauf
- Kitten bleiben mind. 12-14 Wochen bei der Mutter
Nachteile:
- Höherer Preis (800-1.500 Euro)
- Wartezeiten (oft mehrere Monate)
Woran erkenne ich einen seriösen Züchter?
- Mitglied in einem Zuchtverband (z.B. FIFé, WCF)
- Maximal 1-2 Würfe pro Jahr pro Katze
- Kitten wachsen im Haus auf, nicht im Keller oder Zwinger
- Elterntiere sind anwesend und zutraulich
- Gesundheitszeugnisse und Tests werden gezeigt
- Kaufvertrag mit Gesundheitsgarantie
- Züchter stellt Fragen (interessiert sich für das zukünftige Zuhause)
Tierheim / Tierschutz
Vorteile:
- Katzen in Not ein Zuhause geben
- Günstiger (Schutzgebühr 150-300 Euro)
- Erwachsene Katzen mit bekanntem Charakter
Nachteile:
- Selten reinrassige BLH
- Oft keine Vorgeschichte bekannt
- Evtl. gesundheitliche oder Verhaltensprobleme
Kleinanzeigen (eBay, Quoka, etc.)
Vorsicht: Hier tummeln sich oft „Vermehrer“ ohne Skrupel.
Warnsignale:
- Sehr günstiger Preis (unter 400 Euro)
- Mehrere Rassen oder Würfe gleichzeitig
- Kitten werden vor der 12. Woche abgegeben
- Keine Gesundheitstests
- Kein Besuch vor Ort möglich („Kitten wird gebracht“)
- Keine Papiere oder gefälschte Papiere
Fazit: Finger weg von dubiosen Angeboten. Auch wenn es verlockend ist – du unterstützt damit Tierleid und riskierst kranke Katzen.
Was kostet eine Britisch Langhaar?
Anschaffung:
- Zuchttier (mit Stammbaum): 800-1.500 Euro
- Liebhabertier (kastriert, ohne Zuchtrecht): 600-1.000 Euro
- Mix oder ohne Papiere: 400-600 Euro
Laufende Kosten (pro Monat):
- Futter: 50-80 Euro
- Katzenstreu: 20-30 Euro
- Tierarzt (Rücklagen): 30-50 Euro
- Versicherung (optional): 20-40 Euro
- Gesamt: ca. 120-200 Euro/Monat
Einmalige Kosten:
- Grundausstattung (Kratzbäume, Näpfe, Klos, Transportbox): 200-400 Euro
- Kastration: 80-150 Euro (Katze), 60-100 Euro (Kater)
- Chip + Registrierung: 50-80 Euro
Kitten oder erwachsene Katze?
Kitten (8-16 Wochen):
- Lässt sich gut prägen und erziehen
- Wächst in die Familie hinein
- Süßer Faktor
- Braucht viel Aufmerksamkeit und Erziehung
- Persönlichkeit noch nicht voll entwickelt
Jungkatze (6-18 Monate):
- Verspielt, aber schon selbstständiger
- Charakter erkennbar
- Noch in der „Pubertät“, kann anstrengend sein
Erwachsene Katze (ab 2 Jahre):
- Charakter gefestigt
- Ruhiger, pflegeleichter
- Perfekt für Berufstätige
- Eingewöhnung kann länger dauern
Zucht: Das sollten angehende Züchter wissen
Voraussetzungen
Wer Britisch Langhaar züchten möchte, braucht:
Wissen:
- Genetik (Farbvererbung, Erbkrankheiten)
- Geburtshilfe
- Kitten-Aufzucht
- Katzenkrankheiten
Ausstattung:
- Separates Zimmer für Wurfbox
- Ausreichend Platz für wachsende Kitten
- Finanzielles Polster (Tierarztkosten, Notfälle)
Mitgliedschaft in einem Zuchtverein (z.B. FIFé, TICA, WCF)
Zuchttaugliche Katzen:
- Gesundheitstests (PKD-negativ, HCM-Herzschall unauffällig)
- Rassestandard erfüllen
- Ausgeglichenes Wesen
- Mindestens 10 Monate alt (besser 12-15 Monate)
Kosten der Zucht
Einmalig:
- Anschaffung Zuchttiere: 1.500-3.000 Euro pro Katze
- Gesundheitstests: 300-500 Euro
Pro Wurf:
- Deckgebühr: 300-600 Euro
- Tierarzt (Ultraschall, Geburtsbegleitung): 200-500 Euro
- Impfungen, Entwurmungen: 150-250 Euro
- Futter (Mutter + Kitten): 200-300 Euro
- Streu, Reinigung: 100 Euro
- Gesamt: 950-2.150 Euro
Bei 3-5 Kitten à 800 Euro Verkaufspreis bleibt kein großer Gewinn. Züchter, die es aus Leidenschaft machen, verdienen kaum Geld.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zur Britisch Langhaar
Wie alt werden Britisch Langhaar Katzen?
Eine Britisch Langhaar wird durchschnittlich 12-16 Jahre alt, bei guter Pflege und genetisch gesunder Linie auch 17-20 Jahre. Wichtig sind: ausgewogene Ernährung, Gewichtskontrolle, regelmäßige Tierarztbesuche und eine stressarme Umgebung.
Haaren Britisch Langhaar Katzen viel?
Ja, besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst. Durch die dichte Unterwolle verlieren BLH reichlich Haare. Regelmäßiges Bürsten (2-3x pro Woche, im Fellwechsel täglich) reduziert die Haare in der Wohnung erheblich. Im Vergleich zur Perserkatze ist die BLH aber pflegeleichter, da das Fell nicht so lang ist.
Sind Britisch Langhaar für Allergiker geeignet?
Leider nein. Es gibt keine „hypoallergene“ Katzenrasse. Allergien werden durch das Protein Fel d 1 ausgelöst, das sich in Speichel, Talg und Urin befindet. BLH produzieren dieses Protein genauso wie andere Katzen. Wer allergisch reagiert, sollte vorher testen (z.B. Besuch beim Züchter mehrmals wiederholen).
Kann man Britisch Langhaar alleine halten?
Möglich, aber nicht ideal. Die BLH ist zwar selbstständig, aber keine Einzelgängerin. Wenn du viel arbeitest oder oft außer Haus bist, solltest du zwei Katzen halten. Zwei BLH verstehen sich meist hervorragend und leisten sich gegenseitig Gesellschaft.
Wie viel kostet eine Britisch Langhaar Katze?
Bei einem seriösen Züchter zahlst du 800-1.500 Euro für ein Kitten mit Stammbaum. Dazu kommen laufende Kosten von ca. 120-200 Euro monatlich (Futter, Streu, Tierarzt). Einmalige Anschaffungskosten für Ausstattung: ca. 200-400 Euro.
Sind Britisch Langhaar verschmust?
Jein. Sie sind loyal und liebevoll, aber keine typischen „Schoßkatzen“. Die meisten BLH lassen sich nicht gerne hochheben oder festhalten. Sie kuscheln lieber neben dir als auf dir. Streicheleinheiten werden geschätzt, aber bitte auf Katzentermine – nicht aufgedrängt.
Wann ist eine Britisch Langhaar ausgewachsen?
Körperlich: Mit ca. 3 Jahren. BLH reifen sehr langsam und entwickeln ihre volle Größe und Statur erst spät. Kater bekommen ihre typischen „Backen“ oft erst mit 3-4 Jahren. Charakterlich: Ab 2-3 Jahren werden sie deutlich ruhiger und ausgeglichener.
Welche Farbe ist bei Britisch Langhaar am beliebtesten?
Blue (Blaugrau) ist der Klassiker und am weitesten verbreitet. Beliebt sind auch:
- Golden Shaded (edler, schimmernder Effekt)
- Silver Tabby (silber-getigert)
- Colorpoint-Varianten (Point-Zeichnung mit blauen Augen)
- Schwarz und Weiß (zeitlos elegant)
Der Charakter unterscheidet sich aber nicht nach Farbe – das ist rein optisch.
Ist die Britisch Langhaar eine Qualzucht?
Das kommt auf den Zuchttyp an. Extreme Typen mit sehr kurzer Nase und überrundetem Kopf können unter brachyzephalem Syndrom leiden (Atemprobleme, tränende Augen). Moderate Typen mit ausreichend langer Nase sind gesundheitlich unbedenklich.
Wichtig beim Kauf: Achte darauf, dass die Nase nicht zu kurz ist und die Katze frei atmen kann. Seriöse Züchter setzen auf gesunde, moderate Linien.
Britisch Langhaar oder Britisch Kurzhaar – was ist besser?
Britisch Kurzhaar:
- Weniger Fellpflege
- Weniger Haare in der Wohnung
Britisch Langhaar:
- Spektakuläreres Aussehen („Teddybär-Faktor“)
- Weicheres, flauschigeres Fell
Charakter: Nahezu identisch. Die Wahl ist reine Geschmackssache und abhängig davon, wie viel Zeit du ins Bürsten investieren möchtest.
Wie oft muss man eine Britisch Langhaar bürsten?
Normal: 2-3x pro Woche, je 5-10 Minuten
Im Fellwechsel: Täglich, 10-15 Minuten
Das verhindert Verfilzungen, reduziert Haarballen und hält die Wohnung sauberer. Mit der richtigen Technik und Bürste ist das kein großer Aufwand.
Britisch Langhaar Mix – was bedeutet das?
Ein Mix entsteht, wenn ein Elternteil keine reinrassige BLH ist. Häufige Mixe:
- BLH x Europäisch Kurzhaar
- BLH x Perser
- BLH x Maine Coon
Vorteil: Oft günstiger, manchmal robuster (Hybrid-Vigor)
Nachteil: Charakter und Aussehen weniger vorhersehbar, kein Stammbaum
Für Liebhaber, die keine Zucht oder Ausstellungen planen, sind Mixe eine gute Option.
Wie schwer wird eine Britisch Langhaar?
Katzen: 4-6 kg
Kater: 6-8 kg (manche bis 9 kg)
BLH sind kompakt und muskulös. Sie sollten nicht zu dünn, aber auch nicht übergewichtig sein. Regelmäßiges Wiegen hilft, das Idealgewicht zu halten.
Britisch Langhaar und Kinder – passt das?
Ja, grundsätzlich gut. Die BLH ist geduldig, ruhig und nicht aggressiv. Wichtig: Kinder müssen lernen, die Katze zu respektieren – kein Festhalten, kein Ärgern, Rückzugsorte akzeptieren. Ab einem Alter von 5-6 Jahren, wenn Kinder verständnisvoll mit Tieren umgehen, ist die BLH eine gute Familienkatze.
Britisch Langhaar vs. andere Rassen: Der Vergleich
BLH vs. Perserkatze
Gemeinsamkeiten: Beide haben langes Fell, ruhiges Wesen, ähnlicher Körperbau.
Unterschiede:
- Fell: Perser deutlich länger, pflegeintensiver, verfilzt schneller
- Gesicht: Perser oft extremere „Flachnasen“ (mehr Gesundheitsprobleme)
- Charakter: Perser noch ruhiger, fast „inaktiv“
Fazit: BLH ist die pflegeleichtere, gesündere Alternative zur Perser.
BLH vs. Maine Coon
Gemeinsamkeiten: Langes Fell, sanfter Charakter, familienfreundlich.
Unterschiede:
- Größe: Maine Coon deutlich größer (bis 12 kg)
- Aktivität: Maine Coon verspielter, jagdfreudiger
- Fellstruktur: Maine Coon seidig, BLH plüschig
- Wesen: Maine Coon „hundeartiger“, BLH eigenständiger
Fazit: Maine Coon für aktive Haushalte, BLH für ruhigere Umgebungen.
BLH vs. Ragdoll
Gemeinsamkeiten: Beide langhaarig, sanft, familienfreundlich.
Unterschiede:
- Anhänglichkeit: Ragdoll extrem verschmust („Schoßkatze“), BLH zurückhaltender
- Größe: Ragdoll größer und schwerer
- Geräuschpegel: Ragdoll gesprächiger
Fazit: Ragdoll für „Kuschel-Fans“, BLH für selbstständigere Katzenliebhaber.
BLH vs. Sibirische Katze
Gemeinsamkeiten: Langes Fell, robust, anpassungsfähig.
Unterschiede:
- Herkunft: Sibirische aus Russland (Naturrasse), BLH aus Zucht
- Aktivität: Sibirische verspielter, kletterfreudig
- Allergie: Sibirische produziert weniger Fel d 1 (für manche Allergiker besser)
Fazit: Sibirische für aktive Halter, BLH für Gemütlichkeit.
Britisch Langhaar im Alltag: Erfahrungsberichte
„Meine BLH ist die perfekte Büro-Kollegin“
Sarah, 34, Home-Office
„Luna liegt den ganzen Tag neben meinem Schreibtisch und schläft. Kein Miauen, kein Nerven. Mittags spielen wir 10 Minuten mit der Federangel, dann ist sie wieder zufrieden. Abends kuschelt sie neben mir auf der Couch – aber auf ihren eigenen Kissen, nicht auf meinem Schoß. Genau mein Ding.“
„Zwei BLH sind ein Dreamteam“
Markus, 42, zwei Kater
„Ich hatte erst einen BLH-Kater und dachte, das reicht. Dann kam ein zweiter dazu – Wahnsinn, wie viel besser das ist! Sie putzen sich gegenseitig, spielen zusammen (wenn man das bei BLH ’spielen‘ nennen kann) und kuscheln im Körbchen. Beide sind entspannter, seit sie zu zweit sind.“
„Fellpflege ist kein Drama“
Nina, 28, erste Langhaarkatze
„Ich hatte Angst vor dem Pflegeaufwand. Aber ehrlich: 3x die Woche 5 Minuten bürsten, fertig. Meine BLH liebt es sogar. Im Fellwechsel dauert es länger, aber machbar. Viel einfacher als gedacht.“
„Nicht die richtige Katze für uns“
Familie Klein, 2 Kinder (4 & 6 Jahre)
„Unsere BLH war zu distanziert für die Kinder. Sie wollte nicht spielen, nicht schmusen, immer ihre Ruhe. Die Kinder waren enttäuscht. Wir haben sie schweren Herzens wieder abgegeben (der Züchter hat geholfen) und uns eine Maine Coon geholt – das passt besser.“
Lehre: Nicht jede Katze passt zu jeder Familie. Ehrlichkeit ist wichtig.
Besondere Themen rund um die BLH
Britisch Langhaar und Übergewicht
Ein häufiges Problem. Die Kombination aus Gemütlichkeit, gutem Appetit und langsamer Reife macht die BLH anfällig für Übergewicht.
Präventionsmaßnahmen:
- Feste Fütterungszeiten: Kein Futter ad libitum
- Portionskontrolle: Tagesration abwiegen
- Bewegungsanreize: Futterbälle, Höhen, interaktives Spielzeug
- Regelmäßiges Wiegen: Monatlich auf die Waage
- Tierarzt einbeziehen: Bei Übergewicht Diätplan erstellen
Britisch Langhaar in der Wohnung beschäftigen
Auch eine gemütliche Katze braucht Abwechslung:
Intelligenzspielzeug:
- Fummelbrett
- Snackball
- Activity Board
Jagdspiele:
- Federangel (kurze Sessions, 5-10 Min.)
- Laserpointer (immer mit „Beute“ am Ende)
- Fellmäuse
Ruhige Beschäftigung:
- Kartons zum Verstecken
- Papier zum Rascheln
- Katzenminze (in Maßen)
Wichtig: Kurze, regelmäßige Spieleinheiten sind besser als lange, seltene.
Britisch Langhaar und andere Haustiere
Mit Hunden: Funktioniert meist gut, wenn der Hund ruhig und nicht jagdlich ist. Die BLH lässt sich nicht hetzen, bleibt aber gelassen.
Mit Kleintieren (Kaninchen, Meerschweinchen): Möglich, aber Vorsicht. Der Jagdtrieb der BLH ist gering, aber nicht null. Niemals unbeaufsichtigt zusammen lassen.
Mit Vögeln: Kritisch. Flatterbewegungen aktivieren den Jagdinstinkt. Käfig katzensicher platzieren.
Umzug mit Britisch Langhaar
BLH sind ortsgebunden und stressempfindlich bei Veränderungen.
Tipps für den Umzug:
- Transportbox gewöhnen: Wochen vorher mit Leckerlis positiv besetzen
- Katze zuletzt transportieren: Wenn die neue Wohnung schon eingerichtet ist
- Ein Zimmer als „sicheren Raum“ einrichten: Mit vertrauten Möbeln, Gerüchen
- Feliway-Stecker: Pheromon-Verdampfer reduziert Stress
- Geduld: Eingewöhnung kann 1-4 Wochen dauern
Zuchtverbände und Registrierung
Die wichtigsten Verbände
FIFé (Fédération Internationale Féline):
Europäischer Dachverband, größte Organisation weltweit. Strenge Standards.
TICA (The International Cat Association):
International anerkannt, genetisch orientiert.
WCF (World Cat Federation):
Weltweiter Verband mit Fokus auf Osteuropa.
GCCF (Governing Council of the Cat Fancy):
Britischer Verband, ursprüngliche Standards für Britisch-Rassen.
Ausstellungen: Lohnt sich das?
Für Züchter: Ja, für die Bewertung von Zuchttieren und Reputation.
Für Liebhaber: Kann Spaß machen, ist aber stressig für die Katze. Die meisten BLH sind keine „Show-Katzen“ von der Mentalität her.
Quellen & weiterführende Informationen
Zuchtverbände:
- FIFé: www.fifeweb.org
- TICA: www.tica.org
- WCF: www.wcf-online.de
Gesundheitsinformationen:
- Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz: www.tierschutz-tvt.de
- UC Davis Veterinary Genetics Laboratory (PKD-Tests): www.vgl.ucdavis.edu
Seriöse Züchter finden:
- Züchterlisten der Verbände
- Britisch Kurzhaar & Langhaar Club Deutschland: www.bkh-club.de
- Verein der Britisch Kurzhaar Freunde: www.bkh-freunde.de
Literatur:
- „Britisch Kurzhaar und Langhaar“ von Gabriele Metz (Cadmos Verlag)
- „Das Katzen-Buch“ von Bruce Fogle (Dorling Kindersley)
Online-Communities:
- Britisch Langhaar Gruppen auf Facebook
- Katzenforen (z.B. netzkatzen.de, catplus.de)
Unser Fazit
Die Britisch Langhaar ist eine wunderbare Rasse für alle, die eine ruhige, pflegeleichte und charakterstarke Katze suchen. Sie ist kein „Accessoire“, keine „Schoßkatze“ und keine „Entertainerin“ – sondern eine selbstbewusste Persönlichkeit, die ihre Menschen auf ihre eigene Art liebt: loyal, verlässlich, diskret.
Perfekt für:
- Berufstätige (Wohnungskatze, kann auch mal alleine sein)
- Ruhige Haushalte
- Erstkaten-Halter (pflegeleicht im Vergleich zu anderen Langhaarrassen)
- Menschen, die Katzen als eigenständige Wesen schätzen
Weniger geeignet für:
- Familien mit sehr kleinen, stürmischen Kindern
- Menschen, die eine extrem verschmuste Katze möchten
- Halter, die keine Zeit für Fellpflege haben
- Sehr aktive Haushalte (die BLH ist kein „Action-Cat“)
